Erste Stufe Gasgenerator

Nach dem Studium diverser Bücher von Kurt Schreckling und Thomas Kamps sowie unzähligen Webseiten stiess ich auf die Webseite von Gerald Rutten.
Ich entschied mich, dass die Basis eine modifizierte GR130 werden sollte, welche wiederum auf der KJ66 aufgebaut ist.

Wie immer begann alles mit dem Zeichnen.
Es entstanden Zeichnungen für wasserstrahlgeschnittene Bleche, Frästeile, Pressvorlagen und natürlich auch für den späteren Zusammenbau. Jedes Detail musste geplant und durchdacht werden, bevor die ersten Teile gefertigt werden konnten.

Nach dem Wasserstrahlschneiden der Bleche, ging's ans Drücken und Umformen

Kurz musste noch ein Rundbiegemaschine gebaut werden

Da ich noch keine Punktschweissanlage mein eigen nennen konnte, durfte ich zu einem Freund der bereits eine selbsgebaute Punktschweissanlage besass

Das Verdichterleitsystem

Umformen der Gaskartusche

Löten des Einspritzrings. Neben dem "Gas-Test" habe ich auch eine Durchflussmessung gebaut und den Einstpritzring damit getestet.

Der Wellentunnel mit seinen genauen Kugellageraufnahmen.

Für die nächsten Schritte benötigte ich jedoch ein eigenes Punktschweissgerät.
Kurzerhand baute ich mir selbst eines aus einem neuen Elektroschweissgerät. Die Bedienung erfolgt über ein Fusspedal, sodass beide Hände für das Werkstück frei bleiben.

Ein eigenes Wuchtcenter habe ich auch gebaut. Schlussendlich wurde die Turbine doch durch den Spezialisten Dieter Albisser von http://www.jetmax.ch feingewuchtet

Verdichterdeckel, an den alle Anschlüsse wie Gas, Kerosineinspritzung und Kühlung angeschlossen wird

Zugversuche für die Federvorspannung

Glühkerzenfassung. Die Kerze wurde später durch eine Keramikkerze von Wren turbines getauscht.
Später baute ich die Turrbine auf Kerostart um.

Der Einlass musste genaustens auf das Verdichterrad angepasst sein. Da ich das ganze CNC gedreht habe, musste ich die Kontur genaustens aus mehreren Kreissegmenten erstellen. Da es keine Vorlage des Verdichterrades gibt war das ein langer "try and error" Prozess

Viele Kleinteile mussten erstellt werden:
Kühl-Schmierung der Lager, Distanzbolzen, Spinner mit Loch für Drehzahlmessung, diverse Befestigungsringe usw.

und dann... Endlich das erste Mal ganz zusammenbauen:

Auch eine Turbinenprüfstand musste gebaut werden und die Turbine durfte mittels Elektronik komplett verkabelt werden

Es brauchte dann doch noch einige Anpassungen an der ECU, bis die Turbine schlussendlich lief.
Als sie dann zum ersten Mal richtig beschleunigte, war die Freude unbeschreiblich. Nach so vielen Stunden Entwicklung war dieser Moment einfach überwältigend.

Nach diesem erfolgreichen Erststart wurde die Turbine, wie bereits oben erwähnt, zu Dieter Albisser zum Feinwuchten gebracht.


Der erste Teil war damit abgeschlossen! Es folgten weitere erfolgreiche Starts!